2. Mittelstädter Bierfest vom 05.-07.07.2019

Drei Jahre ist es nun schon her, dass wir unser 1. Bierfest in Mittelstadt feierten. Entstanden ist das Fest aufgrund einer „Schnapsidee“…oder sollte man eher „Bieridee“ sagen?... am Rosenmontag 2015. Schnell war klar, dass der Musikverein und die Narrenzunft den Wunsch nach einem großen Zeltfest umsetzen wollen. Ein Festausschuss wurde gegründet und die Planungen gingen los. Es war damals ein Erfolg und viele Mittelstädter baten um eine Wiederholung. Das sahen die Mitglieder der jeweiligen Vereine auch so und der Festausschuss ging wieder in Planung für ein 2. Bierfest. 1 ½ Jahre gingen vorüber wie im Flug. Die Organisation wurde noch mehr optimiert, Bands engagiert, das Zelt gebucht, am Marketing gefeilt, zig Plakate und Flyer gedruckt und verteilt, das Essens- und Getränkeangebot geplant, der Personalplan ausgeklügelt, neue Ideen mit aufgenommen; in den Ausschusssitzungen gingen die Themen nicht aus. Kurz vor dem Fest, trafen sich die 8 Mitglieder des Festausschusses sogar wöchentlich. Letztes Wochenende war es dann soweit: die Pforten für das 2. Mittelstädter Bierfest wurden geöffnet.

Bürgermeister Haug beim Fassanstich

Um 15 Uhr läutete die Seniorenkapelle des Musikvereins mit einem schmissigen Marsch den Handwerker, Firmen- und Seniorennachmittag ein. Diese neue Idee, Freitag nachmittags das Fest schon zu starten, stoß auf Zustimmung und die Bankreihen füllten sich recht schnell. Nicht nur Handwerker, sondern ein bunt gemischtes Publikum von Jung bis Alt waren im Zelt zu finden. Die Bier- und Kaffee-Happy-Hour wurde gern angenommen. Um 17 Uhr stach unser Bürgermeister Wilhelm Haug, gekonnt und ohne viel Verluste, das Bierfass an, welches uns die Brauerei Dinkelacker spendierte. Also ein gelungener Start ins Festwochenende.

Senioren beim Fassanstich

Am Freitagabend ging es dann rockig weiter. Die Coverband FEEL spielte ab 21 Uhr einen Rock- und Pop-Hit nach dem anderen. Stimmgewandt und kaum vom Original zu unterscheiden wurde ACDC, Rage against the Machine, Metallica und Co. von der Bühne geschmettert. Die Menge tobte und sang nach Herzenslust mit. Die 7 Bandmitglieder stammen aus der Reutlinger Umgebung und hatten quasi ein Heimspiel in Mittelstadt. Somit war die „Nachbesprechung“ des Auftritts mit dem Organisationsteam recht ausgedehnt, um es mal so zu formulieren.

Band FEEL

Der Samstagmorgen kam daher für manchen etwas plötzlich. Um 8 Uhr standen die ersten Helfer schon wieder parat, um das Festzelt auf Vordermann zu bringen. Der Bestand wurde überprüft, Einkaufslisten gewälzt, der Essen- und Getränkestand gereinigt, die Ausstattung überprüft und Nachschub eingekauft.

Gegen 19.30 Uhr pilgerten die ersten Gäste Richtung Festzelt. „Fesche Buam“ und „schicke Dirndl“ waren zu sehen und das Zelt war recht schnell gefüllt. Ab 21 Uhr spielte von der Bühne rockige Volxxmusik oder volxxtümliche Rockmusik der Wasenband DIRNDLKNACKER. Ein Partykracher folgte dem anderen und die Feierlaune war im Handumdrehen am Zenit. Die 7 Jungs und 1 Mädel wohnen rund um Illertissen und Augsburg; man konnte den fremden Dialekt ganz gut an dem „rollenden R“ in der Aussprache hören. Offensichtlich muss man nicht aus Bayern stammen, um Bier zu mögen oder Feste feiern zu können; den Bandmitgliedern hat der schwäbische Neckartalflair und die Mega-Partystimmung sehr gut gefallen. Uns auch.

Mit dem Wetter hatten wir großes Glück. Am Samstagabend wurden insgesamt 17 Unwetterwarnungen vom Deutschen Wetterdienst für den Raum Reutlingen gemeldet. Unser Meteorologe – ein Mitglied der Narrenzunft studiert dieses Fach – beobachtete akribisch die Satellitenbilder. Die Wolken kamen, aber das Gewitter donnerte im Bogen an uns vorbei. Nur kurze Regenschauer schickte uns der Himmel. Am Sonntagmorgen war der Regenguss dann doch etwas ausgiebiger, aber pünktlich zum Beginn des ökumenischen Gottesdienstes lugte die Sonne vor.

Alle drei Kirchen waren unserer Einladung gefolgt und haben gemeinsam die Feierstunde gestaltet. In der Predigt und in den Gebeten wurde unter anderem an unser Bierfest gedacht, was uns von Herzen freute. Unseren herzlichsten Dank an Frau Pfarrerin Henrichsmeyer, Herrn Pfarrer Herman und Herrn Böhringer. Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor und der Seniorenkapelle umrahmt. Eine etwas ungewöhnliche und vor allem einzigartige Kombo. Sie fragen sich: warum? Ganz einfach: alle haben die gleichen Instrumente, sie lesen auch die gleichen Noten, nur kommen jeweils andere Töne zum Vorschein. Zudem sind die einen in der Kirchenmusik zuhause, die anderen in der Blasmusik. Udo Rein und Edwin Lauxmann haben den Quantensprung möglich gemacht und die Noten an die jeweiligen Orchester angepasst und vor allen Dingen haben alle fleißig geübt.

Ökumenischer Gottesdienst am Sonntag Morgen

Um 11.30 Uhr eröffnete der Musikverein Reute-Gaisbeuren e.V. den Frühschoppen mit feinster Blasmusik. Aus Oberschwaben reiste nur die „kleine Besetzung“ des Orchesters an, im Original spielen in der Kapelle 84 MusikerInnen. Vorstand Daniel Maucher übernahm den Dirigentenstab und führte mit viel Charme und Witz durch das musikalische Programm. Erst nach 14 Uhr durften die MusikerInnen nach mehrfachen Zugaben die Bühne verlassen. Nun war die Jugend des Musikverein Mittelstadt e.V. an der Reihe. Die Bläserklasse mit ihren neuen T-Shirts gestiftet vom Team des Kleidermarktes, die Jugendkapelle sowie jung Gebliebene aus der Stammkapelle musizierten in unterschiedlicher Besetzung und zeigten ihr Können. Was auf den ersten Blick etwas chaotisch aussieht, ist gar nicht so einfach. Die MusikerInnen müssen sich jedes Mal auf einen anderen Klang um sich herum einstellen und mit anderen Spielern klarkommen, als sie sonst gewohnt sind. Dieses Spiel haben sich die musikalischen Leiter, Kathrin Achmüller und Steffen Hummel, ausgedacht und offensichtlich hat es allen Beteiligten Spaß gemacht.

Bläserklasse - mit ihren neuen T-Shirts, gestiftet vom Team des Kinderkleidermarktes- unter der Leitung von Kathrin Achmüller

Neben dem Zelt war schon emsiges Treiben – die Spielstraße für große und kleine Kinder wurde eröffnet. Ob Bungee-Trampolin, Kinderkarussell, Schminken, Torwandschießen, Kistenstapeln, Musikinstrumente ausprobieren, Riesenjenga oder bunte Spiele…alles was ein Kinderherz wünscht, war geboten. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Gestalter der Spielstraße: Teams der evangelische Kirche, Feuerwehr Mittelstadt, FC Mittelstadt, Kathrin, Christoph und Tami vom Musikverein, Sascha Felden, Patrick Böttcher, Wolfgang Scherl und den Schmink-Damen von der Narrenzunft.

Der nächste Musikverein stand schon in den Startlöchern. Ab 15 Uhr musizierte Norbert Reif mit dem Musikverein Degerschlacht e.V. auf der Bühne. Mit seinem allseits bekannten Showtalent entlockte „Nobbe“ dem Publikum manches fröhliche Lachen; seinen Musikern entlockte er saubere Blasmusik. Die Zeit verging wie im Flug und um 17.30 Uhr löste der Musikverein Bempflingen e.V. mit Dirigent Thorsten Feisthammel die Vorgänger ab. Die Bempflinger hatten schon einen langen Tag hinter sich: morgens durften sie bereits in Zainingen zum Frühschoppen spielen. Doch das tat ihrer musikalischen Leistung keinen Abbruch. Mit viel Elan und Charme begeisterten sie das Publikum mit ihrem Können.

Was man noch feststellen muss: am Festplatz muss wohl ein ganz besonderes Klima herrschen. Und zwar ein ziemlich durstiges Klima! Trotz doppelt bestellter Biermenge, musste unser Zeltverleiher und Getränkelieferant Lutz am Sonntag aus Engstingen anreisen und Nachschub liefern. Dafür wurde er mit einem leckeren Bierbraten belohnt. Den Bierbraten hatte sich Joachim Lutz auch redlich verdient; er hat uns zielsicher und immer mit einem Lächeln auf den Lippen beim Auf-, Ab- und Ausbau des Zeltes betreut. Ohne ihn wären wir so schnell nicht fertig geworden; vielen Dank.

Bei guter Musik macht das Arbeiten Spass

Nun ist das Festwochenende vorbei. Wir vom Festausschuss sind alle geschafft, aber sehr, sehr glücklich. Von Mittwoch bis Montag wurde fleißig gearbeitet und den Mitgliedern beider Vereine so einiges abverlangt. Mancher hat schon fast auf dem Festplatz gewohnt und/oder Urlaub dafür genommen. Die Zusammenarbeit untereinander – obwohl man sich teilweise nicht kennt – funktionierte reibungslos. Alle haben ordentlich zugepackt. Deshalb ein riesiges Dankeschön an euch alle!

Ebenso ein Mega-Dankeschön an alle Sponsoren, Lieferanten (Bäckerei Keim, Bäckerei Bayer, Metzgerei Schneider und Metzgerei Krohmer), Schreibwarenlädle Buntstift, der Klostermühle und des FCM für die Bereitstellung der Parkplätze, Herren Heinlin und Haug vom Mittelstädter Rathaus, der Feuerwehr für die Nachtwache, an das Team vom Dt. Roten Kreuz, Firma Dinkelacker, Firma Buschmann, Elektro Steck, Elektro Kuhn, Security Ott und natürlich Firma Michael Ehmke und Stuckateur Timo und Thomas Müller – ohne eure Unterstützung wäre das alles nicht möglich gewesen!

Unser größter Dank gilt euch, liebe Mittelstädter, liebe Gäste aus Nah und Fern. An allen drei Tagen war etwas los in unserem Zelt. Mancher hat das ganze Wochenende bei uns verbracht und womöglich sein Monatsgehalt an der Bar oder am Biertresen liegen gelassen. Die positiven Rückmeldungen zeigen uns, dass das Fest gelungen und jeder gerne Gast auf unserem Fest war. Auf die Frage, ob es ein 3. Bierfest gibt, können wir noch keine Zusage geben…aber: wer weiß?...

Euer Festausschuss
Martina Gut, Andreas Kertschek, Frank Kessler, Oliver Kunst, Andrea Lauxmann, Uwe Lauxmann, Dietmar Lutz und Stefan Sautter